Beispiel eines vereinfachten Leistungsverzeichnises (LV)  Bodenverfestigung ALS hydraulisch gebundene Tragdeckschicht für den landwirtschaftlichen Wegebau (HGTD)  mit Vorbemerkung

Anmerkung:

Eine standardisierte Leistungsbeschreibung ist aufgrund komplexer Zusammenhänge in der Bodenverfestigung für den landwirtschaftlichen Wegebau leider nicht immer gegeben und muß immer auf das auszuführende Projekt angepasst werden.

Das unterstehende Leistungsverzeichnis dient  als Basis für den Ausschreibenden. Aus unseren Erfahrungswerten haben wir den Zementanteil von 22kg/m2 mit Additiv festgesetzt.  alternativ können sie wie vorab in der Bodenverfestigung in Straßenbau nach ZTV-Beton eine Erstellung einer Eignungsprüfung nach Auftragsvergabe, d.h. die genaue Bindemittelmenge dem Auftragnehmer überlassen.

Wir tendieren zu einer vorab zu erstellenden Eignungsprüfung mit zusätzlicher Festlegung eines geeigneten Additives oder Zusatzstoffes durch den Auftraggeber um Widersprüche bei Bindemittelangaben auszuschließen, um die kostengünstige Alternative für den Auftraggeber hervorzuheben. Hier wird die Initiative und Fachwissen des AG schon im Vorfeld einer Ausschreibung gefragt. Leider werden Wegesanierungen meist in Abschnitsweise durchgeführt, so dass sich Eignungsprüfen kontraproduktiv (Zeitaufwand und Kosten)  erwiesen haben.

Für landwirtschaftliche Wege nach eignet sich eine hydraulisch bebundene Tragdeckschicht. Die Richtlinien für den ländlichen Wegebau 2016 (RLW) und die Richtlinie für die Befestigung ländlicher Wege (ZTV LW bzw. DIN 18316 Oberbauschichten mit hydraulischen Bindemitteln) regelt die Einzelheiten im Detail. Einzelheiten kann dazu der AG regeln.

Aus unseren Erfahrungswerten, die sich in Anlehnung der RLW und ZTV LW beziehen, ist eine einlagige Verfestigung in einer 15 cm Stärke für niedrig fregmentierte Wege ausreichend, unabhängig der vor Ort angetroffenden Bodeneigenschaften. Eine Einstreumenge von 22 kg/m2 und 250 ml/m2 unseren Additives erfüllt im Regelfall die erforderlichen Festigkeiten. Grundsätzlich empfehlen einen Portlandzement der Festigkeitsklasse 42,5 für hydraulisch gebundene Tragdeckschichten. 

 

Vorbemerkung Bodenverfestigung als HGTD aus anstehenden Böden

Herstellung einer Bodenverfestigung im Baumischverfahren zur hydraulisch gebundenen Tragdeckschicht für landwirtschaftliche Wege mit Hinzugabe eines Additives oder Zusatzstoffes zur Erhöhung der Druckfestigkeit des Bestandsbodens, Minimierung der hydraulischen Bindemittelmenge und Verbesserung der Eluat Eigenschaften der zu verfestigten Schicht. Bindemittelart: Portlandzement nach EN 197-1 der Festigkeitsklasse 42,5 

Additiv: Terrasolid ® oder vergleichbar
Hersteller: NIPO GmbH
Buchholz 1, 49492 Westerkappeln
Tel 05404-9979900, Fax 05404-9979908
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.terrasolid.de

Die Dosierung des Additives wurde durch Erfahrungswerte vereinfacht mit 250 ml/m2 bei einer Schichtstärke von 15 cm für alle Bodenarten festgelegt.

Weitere Hersteller von Bodenverfestigungsmitteln und Additiven für die Bodenverfestigung sind auf www.techsoil.de abrufbar. Die Dosierung eines Additives oder Zusatzstoffes eines anderen Herstellers kann abweichen und ist mit dem Herstellerprodukt bodenspezifisch abzustimmen.

Es gelten weiterhin das "Merkblatt über Bodenverfestigungen und Bodenverbesserungen mit Bindemitteln“, die ZTV Beton-StB, die ZTV E-StB,  die TP BF-StB 11.3, die Richtlinien für den ländlichen Wegebau, die Richtlinie für die Befestigung ländlicher Wege sowie die RStO in ihrer jeweils gültigen Ausfertigung.

 

Leistungsverzeichnis 

Pos. 1:  Additiv zur Zementreduktion liefern

Additiv frei zur Baustelle liefern und bereitstellen nach Herstellerangaben. Dosierung des Additives oder eines vergleichbaren Zusatzstoffes gemäß Vorbemerkung der Bodenverfestigung oder alternativ gemäß sonstiger/ vergleichbarer Herstellerangaben. Multipliziert mit dem gesamten Volumen der herzustellenden Bodenverfestigung in m3. Angaben in Liter oder in Kilogramm vergleichbarer Hersteller.

Liter       ……………..                            EP           ……………..

 

Pos. 2:  Ausgangsboden mit Additiv auf optimalen Wpr einstellen.

Ausgangsboden zur Bodenverfestigung auf optimalen Wassergehalt bis in 15 cm Tiefe mit Additiv oder Zusatzmittel mit Hochleistungsfräse einstellen. Wasserabsortion des Zemantanteils und den natürlichen Wassergehalt des Ausgangsbodens berücksichtigen.  Das Zugabewasser wird nicht gesondert vergütet. Alternativ kann die Einspritzung bei flüssigen Zusatzstoffen im Mischrotor der Bodenfräse erfolgen.

m3          ……………..                            EP           ……………..

 

Pos. 3:  Bindemittel liefern

Hydraulisches Bindemittel als Kalkulationsbindemittelmenge zur Bodenverfestigung frei zur Baustelle liefern und bereitstellen. Bindemittelart: Zement DIN EN 197-1  der festigkeitsklasse 42,5 mit einer Einstreumende von 22kg/m2.  Multipliziert mit dem gesamten Fläche der herzustellenden Bodenverfestigung der HGTD in einer Stärke von 15 cm. 

t              ……………..                            EP           ……………..

 

 

Pos. 4: Bedarfsposition Tragschichtmaterial 0-32 / 0/45  zur Profilierung in Teilbereichen

Lieferung von Ausggeichmassen zur Profilierung der Wegstrecke.

Beinhaltet die Bereitstellung, Lieferung und den Mehraufwand des homogenen Einfräsens des Bindemittels und Verdichtung in den Boden.

t              ……………..                            EP           ……………..

 

Pos.5:  Bindemittel homogen einfräsen

Hydraulisches Bindemittel zur Bodenverfestigung austreuen und mit Hochleistungsfräse in mindestens 2 Fräsübergängen bis in 15 cm Tiefe homogen einfräsen. Herstellung erfolgt im einlagig im Baumischverfahren. Verfestigung so ausführen, dass die Längsstreifen frisch an frisch gelegt werden und eine fugenlose Schicht entsteht. Ein Quergefälle von mindestens 3% ist einzuhalten. Zusätzliches nivellieren / Feinplanum der Fläche wird nicht gesondert vergütet. Entwässerung berücksichtigen.

m2          ……………..                            EP           ……………..

 

Pos. 6:  Boden verdichten

Bodenverfestigung mit geeignetem Gerät auf mindestens 98% der zuvor ermittelten Proctordichte mit Bindemitteln verdichten. Nachwässern der planierten und verfestigten Fläche bis zu drei Tagen. Maximale Abweichung der Oberfläche +- 2 cm und <= 2,0 cm unter einer 4m langen Messstrecke.

m2          ……………..                            EP           ……………..

 

Pos. 7:  Kontrolluntersuchungen und Verkehrsfreigabe

Die Tragfähigkeit der HGTD ist vom AN anhand dynamischer Plattendruckversuche vor Verkehrsfreigabe nachzuweisen. Ein Verformungsmodul auf der verfestigten Schicht Ev2 >= 150 MN/m2 ist vor Verkehrsfreigabe nachzuweisen. Nach Erreichen des Verformungsmoduls durch zeitlichversetzte Hydratation des Zements kann die Verkehrsfreigabe erfolgen werden. Je 500 m2 verfestigter Fläche ist ein Versuch durchzuführen. Die Ergebnisse sind zu protokollieren und dem AG vorzulegen.

St            ……………..                            EP           ……………..